Berufsunfähigkeitsversicherung: Einkommensschutz und Arbeitskraftabsicherung

Regelmäßige Ausgaben brauchen regelmäßige Einnahmen.
Sichern Sie dieses existenzielle Risiko mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausreichend ab!

Zugegeben, sich mit schweren Krankheiten und Berufsunfähigkeit auseinanderzusetzen ist nicht angenehm – aber aus Expertensicht unerlässlich.
Denn die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist die Premiumvorsorge in der Arbeitskraftabsicherung.

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzt (einfach gesagt) das Arbeitseinkommen, wenn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gearbeitet werden kann. Statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei 25 Prozent, wie eine Erhebung der Deutschen Aktuarvereinigung ergab. Jeder vierte Arbeitnehmer wäre also im Laufe des Berufslebens wenigstens einmal über einen längeren Zeitraum oder vollständig berufsunfähig.

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig und können über alle Berufs- und Altersgruppen hinweg jeden treffen. Dies zeigen die Zahlen der Ratingagentur Morgen & Morgen: Zu den Hauptursachen zählen Nervenkrankheiten (inklusive psychische Erkrankungen), gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates und Krebserkrankungen.

Ursachen für eine Berufsunfähigkeit
und Grund für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Quelle M&M Rating Berufsunfähigkeit, Mai 2022, 
https://www.morgenundmorgen.com/magazin/existenz/bu-statistiken-2022

Private Krankenversicherung

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Dann kontaktieren Sie uns gerne.

Wer sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Alle, die bei ihrer Einkommenserzielung auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind, benötigen zwingend diesen so wichtigen Versicherungsschutz. Einige Berufsgruppen haben es schwerer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn die Tätigkeiten als Handwerker oder in pflegenden Berufen werden von Versicherern anders bewertet als kaufmännische oder akademische.

Daher gilt beim Abschluss einer BU der Grundsatz „Je früher, desto besser.“ Wer als Schüler oder Student in die BU einsteigt, profitiert von günstigen Beiträgen und guten Leistungen. Da zumeist keine Vorerkrankungen bestehen, sind die Tarife günstiger. Vor allem muss man sich später in der Regel keine Sorgen über Beitragserhöhungen machen, denn die günstige altersbedingte Einstufung bleibt grundsätzlich nach Abschluss bestehen. Diese günstige Eingruppierung im Beitrag als Schüler ist auch dann hilfreich, wenn später nach der Ausbildung ein Beruf aufgenommen wird, der teurere Beiträge mit sich bringen würde.

Bei riskanten Hobbies verhält es sich ähnlich: üblicherweise müssen diese nicht nachgemeldet werden, wenn sie während der Vertragslaufzeit neu hinzukommen. Wird jedoch bei Vertragsabschluss einer Freizeitaktivität wie Downhill Biken, Springreiten oder Rennfahren nachgegangen, kann dies zu einem Zuschlag und so zu einem höheren Beitrag führen. Im schlimmsten Fall lassen sich bestimmte Aktivitäten gar nicht mehr absichern und der Versicherungsantrag wird gänzlich abgelehnt.

Welche Leistungen bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die BU zahlt im Leistungsfall eine monatliche Rente in einer individuell vereinbarten Höhe, wenn Versicherte im Laufe ihres Berufslebens ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nachgehen können. Die Rente wird so lange gezahlt, bis der Beruf wieder ausgeübt werden kann oder das Laufzeitende erreicht ist. Dieses sollte (wenn möglich) auf das 67. Lebensjahr gesetzt werden, um im Fall der Fälle möglichst lange abgesichert zu sein. Manche Versicherer bieten gegen Mehrbeitrag sogar lebenslange Rentenzahlung an.

Besonders wichtig bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Vereinbaren einer angemessenen Rentenhöhe

Hier sollte nicht nur die Einkommenssituation und das Nettoeinkommen genau betrachtet werden, sondern idealerweise auch wiederkehrende Ausgaben, die nötig sind, um den Lebensstandard zu sichern. Dabei nicht zu vergessen: Auch Steuern und Sozialabgaben müssen im Leistungsfall berücksichtigt werden. Die zu zahlenden Versicherungsbeiträge richten sich daher unter anderem nach der gewünschten Rentenhöhe. Zudem beeinflussen die Versicherungs- und Leistungsdauer wesentlich die Höhe des zu zahlenden Beitrags.

Weitere wichtige Kriterien sind die Produktqualität und die Auswahl des geeigneten Anbieters. Sorgfältige Vergleiche und eine von Versicherungsunternehmen unabhängige Beratung sind beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung daher unverzichtbar.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Unsere Empfehlung

Prüfen Sie gemeinsam mit appel insurance brokers, Ihrem Versicherungsmakler aus Mainz, wie Sie das Risiko einer Berufsunfähigkeitsversicherung einen teilweisen oder vollständigen beruflichen Ausfall nachhaltig absichern können. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht, je nach Vereinbarung, die bekannten Lücken der Sozialversicherung aus und springt mit Rentenzahlungen ein, bis Sie wieder arbeiten können. Die Absicherung Ihrer Arbeitskraft ist aktiver Vermögensschutz und sichert Ihren gewohnten Lebensstandard.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach welchen Kriterien werden die Beiträge kalkuliert?

Versicherungsunternehmen kalkulieren die Beitragshöhe individuell und nach vielen Kriterien, von denen wir Ihnen nachstehend die wichtigsten vorstellen:

Eintrittsalter

Je jünger die versicherte Person ist, desto geringer ist das Risiko berufsunfähig zu werden. Ein frühzeitiger Vertragsabschluss ermöglicht so einen günstigeren Beitrag.

Beruf

Die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden ist je nach Berufsgruppe und ausgeübter Tätigkeit sehr unterschiedlich. Berufe, die starke psychische oder körperliche Belastungen mit sich bringen, haben oft auch ein erhöhtes BU-Risiko. In der Regel prüft der Versicherer diese Kriterien und ordnet Berufe einer Risikogruppe zu. Grundsätzlich gilt, je höher das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist, desto höher fällt die Beitragszahlung aus.

Gesundheitsfragen

Damit die Versicherbarkeit durch den Vermittler fair erfolgen kann, sind Gesundheitsfragen vor dem Vertragsabschluss erforderlich. So können Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Bluthochdruck, zu einer Beitragserhöhung führen. Im Gegenzug kann der Status als Nichtraucher sich begünstigend auf den zu zahlenden Beitrag auswirken.

Sport und Freizeitrisiken

Wer risikoreich in der Freizeit unterwegs ist, muss mit BU-Beiträgen rechnen, die dem Risiko entsprechen. Gefährliche Hobbies, wie alpines Klettern oder Fallschirmspringen, können also zu höheren Beiträgen führen. Wichtig ist auf jeden Fall die wahrheitsgemäße Angabe solcher Hobbies bei der Risikoprüfung durch den Versicherer. Bleibt diese aus, kann das im schlimmsten Fall zur Ablehnung oder zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

 

Versicherungs- und Leistungsdauer

Ist die Vertragslaufzeit lang bemessen, steigt auch die Höhe der Beiträge. Die Dauer des Versicherungszeitraumes sollte jedoch so liegen, dass sie auf das Renteneintrittsalter abgestimmt ist, damit der Schutz zumindest während des gesamten Berufslebens vorhanden ist.

Höhe der BU-Rente

Die gewünschte Rentenhöhe entscheidet auch über die Höhe der Beiträge. Grundsätzlich sollte die BU-Rente so bemessen sein, dass der vorherige Lebensstandard gehalten werden kann. Ein grober Richtwert hierfür sind 70 Prozent des aktuellen Bruttoeinkommens.

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Unser Service: die Risikovoranfrage

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung steht die wichtige Gesundheitsprüfung, also das Beantworten von Gesundheitsfragen bei der Antragstellung. Damit prüft der Versicherer, ob normale Gesundheitsverhältnisse vorliegen und er mit Ihnen ein Vertragsverhältnis eingehen möchte. Sollten Gesundheitsstörungen vorliegen, kann der Versicherer Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse verlangen oder den Antrag ablehnen.

Hier ist Vorsicht geboten! Denn wenn Sie die Anfrage bei einem Versicherer „auf eigene Faust“ vornehmen und eventuell ein negatives Ergebnis – also einen Risikozuschlag oder eine Ablehnung aufgrund von Vorerkrankungen – erhalten, müssen Sie dies in der Regel bei Folgeanfragen bei weiteren Versicherern angeben. Das kann den gewünschten Versicherungsschutz erschweren oder sogar verhindern.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie unseren Service der Risikovoranfrage. Wir fragen auf Wunsch mit Ihren anonymisierten Daten zugleich bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften an, um zu erfahren welche Konditionen diese anbieten würden. Auf Basis der Antworten können wir dann – gemeinsam mit Ihnen – den passenden Versicherer und Tarif in Ruhe auswählen.

In vier Schritten geht es mit uns zu Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung:

  1. Sie schreiben uns über das Kontaktformular an oder melden sich telefonisch.
  2. Wir klären in einem Telefonat etwaige Fragen und besprechen den weiteren Ablauf. Zudem klären wir, ob eventuell Atteste oder weitere medizinische Zusatzinformationen vorgelegt werden müssen.
  3. In unserem Termin (persönlich, online oder telefonisch) füllen wir gemeinsam die Gesundheitsfragen aus. Diese können Sie vorher bereits einsehen und sich damit ein Bild über den Umfang machen. Bei den Fragen zum Gesundheitszustand wird üblicherweise dies abgefragt:
    • Beschwerden/ambulante Behandlungen der letzten drei bis fünf Jahre
    • schwere Erkrankungen oder Behinderungen (häufig ohne zeitliche Einschränkung)
    • Krankenhausaufenthalte der letzten fünf bis zehn Jahre
    • aktuelle oder bevorstehende Behandlungen, z. B. Psychotherapie oder Kinderwunsch
    • Körpergröße und -gewicht, fehlende Zähne

Bei der Beantwortung dieser Fragen muss zwingend auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte geachtet werden. Daher ist es sinnvoll vom Auskunftsrecht bei Ihrem Arzt und der Krankenkasse Gebrauch zu machen, damit Sie über alle wichtigen gespeicherten Informationen verfügen. So können wir diese Punkte im Vorfeld der Anfrage besprechen.

  1. Jetzt starten wir mit der Risikovoranfrage an ausgewählte Versicherer. Im Anschluss besprechen wir gemeinsam die vorliegenden Ergebnisse und wählen das gewünschte Angebot mit Ihnen aus.

Wie unterstützt die Renten- oder Unfallversicherung?

Die Absicherung durch die Renten- oder eine Unfallversicherung erfolgt anders als bei einer BU. Wir haben nachstehend für Sie die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert Leistungen zur beruflichen Rehabilitation oder zur Berufsförderung. Kann ein Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten, kann die sogenannte Erwerbsminderungsrente beantragt werden. Geprüft werden dort folgende Kriterien:

  • Kann der Betroffene mehr als sechs Stunden täglich arbeiten? Dann gibt es keine Erwerbsminderungsrente.
  • Ist das Arbeiten zwischen drei und sechs Stunden täglich möglich? Dann wird eine halbe Rente gezahlt.
  • Ist eine Arbeitszeit von weniger als drei Stunden machbar? Dann wird die volle Erwerbsminderungsrente ausgezahlt.

Allerdings wird die Befähigung zum Arbeiten nicht am Beruf des Betroffenen festgemacht. Vielmehr geht es um die Frage, ob überhaupt irgendeiner Arbeit nachgegangen werden kann.

Problematisch ist auch die Höhe der Erwerbsminderungsrente. Die durchschnittliche Höhe der neu zugegangenen Erwerbsminderungsrenten in Westdeutschland lag im Jahr 2021 monatlich bei 972 Euro (Männer) bzw. 859 Euro (Frauen); in Ostdeutschland bei 891 Euro (Männer) sowie 984 Euro (Frauen). Von diesen Beträgen kann der Lebensunterhalt in der Regel nicht bestritten werden.

Ein Nachteil der gesetzlichen Versicherungen ist zudem, dass diese immer eine Wartezeit haben, um einen Anspruch auf eine Rentenzahlung zu erwerben. Der Versicherte muss also über einen bestimmten Zeitraum in die Rentenkasse eingezahlt haben. Anders bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung: hier hat man grundsätzlich ab dem ersten Tag der Berufsunfähigkeit Anspruch auf die Leistungen.

Unfallversicherung

Nur in 7,7 Prozent sind Unfälle der Grund für eine Berufsunfähigkeit. Die weitaus höhere Anzahl entfällt auf fortschreitende Krankheitsbilder, wie Nerven- oder psychische Erkrankungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Die Unfallversicherung leistet in der Regel eine einmalige Zahlung und sichert nicht mit wiederkehrenden Zahlungen den Lebensstandard. Kann man aufgrund von Selbständigkeit, einem Beruf mit hohem Unfallrisiko oder aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ist sie ein wichtiger Baustein der individuellen Absicherung.

Warum eine Unfallversicherung dennoch sinnvoll und empfehlenswert ist, können Sie auf unserer Website im Bereich Private Absicherung / Unfall nachlesen.

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Aufgrund zahlreicher Sonderkonditionen, die wir mit unseren Vertragspartnern für unsere Kunden aushandeln konnten, bieten wir Ihnen eine Angebotsanforderung an. Zudem sind auch risikospezifische, individuelle Betrachtungen erforderlich. Ausschließlich Sie entscheiden, ob bzw. auf welchem Wege wir Sie zum abgegebenen Angebot kontaktieren dürfen.
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